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Legend of Zelda

Exponat 14 – NES

Das Exponat 14 – The Legend of Zelda für das NES erschien erstmals 1986. Ein Meilenstein der Videospielgeschichte, denn es ist der Ursprung eine der bekanntesten Spieleserie überhaupt, die bis heute Millionen von Fans hat und sogar ein eigenes Genre aus der Taufe hob. Nicht nur das Wort im Titel, sondern im wahrsten Sinne des Wortes, eine Legende und ein weiterer wahrer Klassiker auf der RETROseum Games-to-Play-Liste.

Zahlen, Daten & Fakten…

Die interessanten Daten & Fakten, kann man sich am besten auf Wikipedia durchlesen. An dieser Stelle sollen ein paar Informationen gesammelt werden, die man so vielleicht noch nicht über das Spiel wusste. Los geht’s!

… und 5 Dinge, die du vielleicht noch nicht wusstest.


1# Der Name Zelda

Zelda, der Name der Prinzessin von Hyrule geht auf die Autorin und Schriftstellerin Zelda Sayre Fitzgerald zurück. Geboren im Jahre 1900 und eine Ikone der goldenen 1920er-Jahre, war sie die Ehefrau von Francis Scott Fitzgerald, dem Autor des bekannten Werkes „The Great Gatsby„.

Der Vorname ist allerdings die einzige Gemeinsamkeit zwischen ihr und der Prinzessin. Shigeru Miyamoto gab lediglich an, dass er den Namen angenehm und ausdrucksstark empfand und übernahm diesen in das Spiel.

Der beliebte Schauspieler und Comedian Robin Williams, der im Jahr 2014 verstarb, war ein großer Fan der Zelda-Videospielreihe und taufte seine Tochter auf den Namen Zelda.

Seine Tochter Zelda Williams und er selbst tauchten sogar in einem Werbespot für das Spiel auf.

So schließt sich der Kreis. Eine Frau aus dem realen Leben als Vorbild für den Namen einer Videospielfigur und die Spielreihe wiederum inspiriert einen Vater seiner Tochter diesen Namen zu geben.

2# Die Inspiration zur Spielidee

Miyamoto a in diversen Interviews preisgegeben, dass es oft ganz persönliche Erfahrungen sind, die ihn zu Spielideen inspirieren. So war es auch bei The Legend of Zelda.

Der 1952 geborene Spieledesigner wuchs im japanischen Sonobe (heute: Nantan) nordwestlich von Kyōto auf.

Als Kind erkundete er gerne auf eigene Faust die umliegende Gegend und Natur. Eines Tages (es muss Ende der 1950er gewesen sein) fand er dabei ein kleines Loch im Boden. Beim Hineinspähen gab es aber nichts zu erkennen außer Dunkelheit. Am nächsten Tag jedoch kehrte er mit einer Laterne zurück und quetschte sich durch die kleine Öffnung, um zu erkunden, was sich dahinter verbarg.

Er entdeckte eine kleine Höhle, von der wiederum kleinere Gänge in anschließende weitere Kavernen führten. Im flackernden Lichtschein machte er sich als Kind an die Erkundung dieses Höhlensystems.

Dieser erste „Dungeon“ prägte ihn nachhaltig und inspirierte ihn für das Design von the Legend of Zelda.

3# Titel der Ursprungsversion

Und noch einmal der ikonische Name Zelda. In der Ursprungsversion und zur Erstveröffentlichung in Japan hieß das Spiel zunächst anders. So lautete der Titel: The Hyrule Fantasy.

Tatsächlich gab es viele Gamer, die in ihren jungen Jahren dachten, Zelda sei der Name des Helden.

Der Titel „The Legend of Zelda“, deutet gerade bei Kindern darauf hin. Schließlich heißt es auch „Super Mario Bros.“ und nicht „Die fantastischen Abenteuer von Peach“.

Als die US-Version jedoch unter dem uns allen bekannten Namen auf den Markt kam, wurden beide Titel vereinheitlicht und die japanische Version umbenannt.

Und noch ein etwas besonders. Beendet man das Spiel, startet man in eine zweite Runde, mit höherem Schwierigkeitsgrad. Sozusagen New Game+ aber hier mit dem Namen „The Second Quest“. Man kann diesen Modus aber auch direkt freischalten, indem man beim Spielstart seinen Spielstand einfach den Namen Zelda gibt.

Grandios!

Und wir sind immer noch bei Namen, diesmal aber wirklich den Namen der Hauptfigur: Link.

Ursprünglich gab es für die Story des Spiels die Idee, dass zwei Zeitlinien existieren. Die erste für das bekannte Fantasy-Hyrule und eine weitere, zweite Zeitlinie, welche Hyrule in der entfernten Zukunft zeigt. Also eine Sci-Fi Welt.

Das magische Artefakt der Götter, das legendäre Triforce sollte aus dieser zukünftigen Zeitlinie stammen und aus Mikrochips bestehen.

Daher der Name Link für den Spielecharakter. Link, also die Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Schlussendlich blieb es bei der ersten Zeitlinie und die Idee mit dem Sci-Fi verschwand in den Schubladen.

Allerdings blieb der Name Link und nun versteht man auch ein wenig mehr die Anspielung bei a Linkt to the past.

5# Speicherprobleme (nicht!)

Die Dungeons sind so gestaltet, dass sich die Kartengrundrisse wie Puzzleteile zusammenfügen lassen, siehe Screenshot.

Die Programmierer machten das nicht ohne Grund. Sondern Speicheroptimierungen waren hierfür der Grund.

Die Programmierer machten das nicht ohne Grund. Sondern Speicheroptimierungen waren hierfür der Grund.

Die Programmierer waren so achtsam mit den wenigen Hardwareressourcen des NES, dass ihnen bei der Finalisierung des Spiels auffiel, dass sie den Speicherplatz der Cartridge gerade mal zur Hälfte ausnutzen.

Das war auch der Grund, weshalb ein zweiter Durchlauf als „The Second Quest“ eingebaut wurde. Mit anderen Dungeons und angepasster Oberwelt.

Auch hier gibt es eine Besonderheit. In diesem Modus haben die Dungeons andere Kartengrundrisse. In der Reihenfolge vertauscht lässt sich daraus das Wort: Zelda bilden.


Die Bewertung des Kurators

Es war nicht mein Firstplay, sondern ich habe das Spiel im Alter von 10 oder 11 Jahren zum ersten Mal durchgespielt. Und ich hatte das Spiel noch positiv in Erinnerung.

Dieser Anlauf gut 30 Jahre später war zunächst ein optischer Schock, aber erstaunlicherweise verging der recht schnell. Die Spielmechanik und die Herausforderung die Dungeons zu meistern weckte die alte Begeisterung erneut.

Überhaupt ist es erstaunlich wie viele, serientypische Elemente sich bereits in diesem ersten teil finden. Die Rubine, die Tränke, der Bumerang, die Dungeons mitsamt Schlüssel, Karten, Kompass, Schieberätseln und Bosse. Dazu noch die Oberwelt mit Händlern, Zoras, Feen, rollenden Felsbrocken und und und…

Ja, ich war dankbar für den Nintendo NES-Spieleberater und die darin abgebildeten Karten. Ohne diese hätte es wesentlich länger gedauert. Unglaublich wie man das früher mit viel weniger Hilfsmitteln geschafft hat.

Ja, das Spiel ist alt, also so wirklich alt. Aber die Zelda-Formel ist ganz klar zu spüren und sie funktioniert super. Man ist motiviert und es macht Spaß.

Und so hatte ich auch 30 Jahre später wieder jede Menge Spaß und konnte einen wahren Klassiker noch einmal mit anderen Augen sehen und genießen.

– Der Kurator –
RETROseum Rating

Spaß

Schwierigkeit

Spielmechanik

Design

Bewertung: 4 von 5.

Bewertung: 3 von 5.

Bewertung: 4 von 5.

Bewertung: 4 von 5.

The Legend of Zelda – Let’s play als Aufzeichnung

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