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Das Exponat 16 – Super R-Type war eines der frühen Spiele der SNES Ära. Es brachte eine eigens angepasste Version eines echten Arcade-Klassikers auf die 16-Bit Nintendo Konsole. Der Weltraum-Shooter ist auf der RETROseum Nintendo-Spieleliste ein ziemlicher Einzelgänger, aber dennoch ein Stück Videospielgeschichte. .

Zahlen, Daten & Fakten …

Die interessanten Daten & Fakten, kann man sich am besten auf Wikipedia durchlesen. An dieser Stelle sollen ein paar Informationen gesammelt werden, die man so vielleicht noch nicht über das Spiel wusste. Los geht’s!

… und 5 nerdige Dinge, die du vielleicht noch nicht wusstest.

1# Super R-Type ist eigentlich R-Type 2

Das erste R-Type für Nintendos Konsolen

Super R-Type erschien 1991 für das SNES und war das allererste Mal, dass ein Titel der berühmten R-Type Serie es auf eine Nintendo Konsole schaffte.

Die beiden Ursprungsversionen R-Type und R-Type 2 waren klassische Arcade-Automaten und erschienen 1987 und 1989.

Erfolgreiche Portierungen gab es bislang für den C64, Atari ST, und Sinclar ZX Spectrum, aber Nintendos Konsolen waren einfach nicht leistungsstark genug, um als Zielplattform für eine Portierung zu dienen.

So dauerte es bis 1991 und das SNES bis ein R-Type-Spiel sein Debüt auf einer Nintendo Konsole feiern konnte.

Allerdings kann man hier nicht von einem waschechten Port reden. Zum einen ist es im Kern eigentlich auch nicht das Erstlingswerk, sondern R-Type 2. Aber auf dem SNES ist es auch nicht 1:1 die Arcade-Version. Vielmehr ist das Spiel stark von R-Type 2 inspiriert. Einige Stages sind identisch, andere wiederum wurden angepasst oder sind eigene Interpretationen. Ein Grund hierfür liegt ebenfalls in der Leistungsfähigkeit der Hardware. Und so gibt es auch einige einzigartige Elemente und (Bosse), dies sonst nirgendwo zu sehen gibt.

2# Super R-Type war auf dem US Markt ein Misserfolg

Nur 50k verkaufte Exemplpare

Bei uns in Europa war Super-R-Type eines der frühen Launch-Spiele für die SNES Konsole.

Für den amerikanischen Markt wurden damals 300.000 Kopien für den Verkauf angefertigt.

Allerdings wurde Super R-Type nicht gerade zum Kassenschlager. Das Spiel verkaufte sich schleppend und schaffte es gerade einmal auf 50.000 verkaufte Exemplare.

Zum einen mag das an einer umstrittenen Design-Entscheidung gelegen haben. Denn anders als in der Arcade-Version des Spiels gibt es in der Nintendo-Variante keine Checkpoints. Das beutetet, stirbt man in einer Stage, egal wo, startet man den nächsten Versuch wieder ganz am Anfang der entsprechenden Stage.

Ja, auch beim Boss! Stirbt man hier, darf man auch hier ganz vorn anfangen. Hier galten in der Aracade-Variante andere Spielregeln.

Außerdem gab es da noch einen anderen Punkt, der von der damaligen Fachpresse als riesiger Kritikpunkt angesehen wurde. Also weiter zum nächsten Punkt.

3# Slow, Slow, Sloooooow

Laaaaangsam

Die SNES Version von R-Type 2 kommt nicht besonders gut damit klar, wenn zu viele bewegliche Sprites über den Bildschirm flackern. Regelmäßig kommt es zu massiven Slow-Downs.

Das entspricht keinesfalls dem flotten Spielgefühl der Originale.

Der Grund hierfür liegt angeblich in der Art der Entwicklung. Die Entwickler verwendeten keinen Maschinennahen Assembler Code, um das Optimum aus der vorhanden Hardware zu kitzeln.

Aber dank des Internets dauerte es nur knapp 30 Jahre. Der äußerst talentierte ROM-Hacker Vitor Vilela aus Brasilien, extrahierte das ROM und programmierte einen Patch, der sämtliche Slow-Downs und Lags aus dem Spiel entfernt

Das wirklich beeindruckende Ergebnis und vor allem den Vergleich mit dem Original kann hier bestaunt werden.

Zum Glück lernten auch die Entwickler dazu. Denn nur zwei Jahre später, im Jahr 1993, erschien R-Type 3 für das SNES und hier ist eindeutig zu erkennen, dass die Programmierer die Plattform nun wesentlich besser beherrschten.

Das Spiel ist grafisch durchaus eine Weiterentwicklung und hier sind die Slow-Downs, fast komplett, verschwunden.

4# Was ist ein Dobkeratops?

Dobkeratops

Story bei Shootern sind bekanntlich nicht besonders tiefgründig. In R-Type stellt sich die Menschheit der Bedrohung durch das Bydo Empire entgegen.

Aber was sind die Bydo?

Die Bydo sind von den Menschen erschaffene, kybernetisch-organische Mischwesen.

Einst im 26. Jahrhundert erschaffen, um als Waffe gegen außerirdische Aggressoren vorzugehen, wurden die Wesen in einem Container so groß wieder Mond eingesperrt. In der Gefangenschaft entwickelten diese sich weiter und wandten sich schließlich gegen Ihre eigenen Schöpfer.

Oder wie es bei Wikipedia heißt:

„A combination of physics, genetic engineering, and black magic resulted in man-made creatures of evil.“

Der ikonischste Gegner der Reihe ist sicherlich der Dobkeratops. Ein Wesen mit Xenomorph-Kopf und einem zweiten Kopf der aus dem Brustkorb heraus bricht. Dieser ist auch meist die Schwachstelle.

In vielen R-Type-Titeln tauch eine Reinkarnation dieses Bossgegners auf. Er ist so beliebt, dass man heute aktuelle Figuren dieses Gegners kaufen kann. Auch 3D Modelle zum Selbstausdrucken auf 3D Printern sind beliebt.

5# Was ist aus IREM geworden?

Aliens, Kätzchen und Bikinis

IREM Software Engineering Inc., die Macher von R-Type, wurden 1974 als IPM (International Playing Machine) in Japan gegründet.

IREM stand ursprünglich für International Rental Electronics Machines.

Das Akronym wurde aber aktualisiert und steht heute für Innovations in Recreational Electronic Media.

Heute spezialisiert sich das Unternehmen wieder auf klassische Münz-Automaten wie Wahrsage-Automaten  und Pachinko-Maschinen.

Der große Klassiker aus den 80er und 90er-Jahren spielt heute kaum noch eine Rolle.

Auf der japanischen Website des Unternehmens findet man bisweilen noch Verweise aus R-Type. Uns das Unternehmen ist noch immer sichtbar Stolz auf die Erschaffung dieses Werks.

Aber neben dem ultimativen Bösen und einem Dobkeratops findet man heute vor allem niedliche Katzen und leicht bekleidete Bikiniträgerinnen.

Hier kann man stöbern.

Die Bewertung des Kurators

Super R-Type war eines der ersten SNES-Spiele, welches ich je zu Gesicht bekommen habe. Ich war seiner Zeit schlichtweg wie weggeblasen, von dem, was ich auf dem Bildschirm sah. Aber richtige Freunde wurden wir nie, denn selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad habe ich es nie geschafft, das Spiel zu beenden.

Fast 30 Jahre später sind meine Shooterfähigkeiten in diesem Genre auch nicht gerade gewachsen. Ich hatte dennoch einen gewissen Spaß mit dem Spiel. Die Gegner und Stages sind schön designt. Gerade die Hintergrundmusik ist mir positiv in Erinnerung geblieben und wurde auch Tage nach dem Beenden noch gesummt.

Richtig ätzend sind allerdings einige Designentscheidungen. Der Bildschirmtod der IMMER zum Neustart des Levels führt ist MEGA-ÄTZEND! Gerade, wenn man es zum ersten Mal zum Stage-Boss geschafft hat. Warum? Es fühlt sich einfach so unfair an!

Die von Fans oft beklagten Slow-Downs waren auch in meinen Sessions spürbar. (Hust, hat da jemand Starfox gesagt?) Zwar half es mir durch einige schwierige Stellen, aber es fühlt sich dadurch schon irgendwie kaputt an.

Zwar bin ich insgesamt glücklich, das Spiel beendet zu haben (hust… auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad). Das ist zwar keine Glanzleistung, aber immerhin.

Allerdings glaube ich, dass ich in diesem Leben diesen Titel auch nicht mehr anfassen werden.

– Der Kurator –
RETROseum Siegel
Das RETROseum Rating

Spielspaß

Schwierigkeitsgrad

Spielmechaniken

Design (gesamt)

Bewertung: 2.5 von 5.

Bewertung: 5 von 5.

Bewertung: 2.5 von 5.

Bewertung: 3 von 5.

Seht hier, wie sich Super R-Type im RETROseum-Ranking schlägt.

Super R-Type – Let’s play als Aufzeichnung

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