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Das Exponat 21 – Chip ’n Dale – Rescue Rangers ist, nach DuckTales, das zweite Disney-Spiel für die NES Konsole. Viele kennen noch die TV-Zeichentrickserie und so ist dieser Titel ein weiterer Eintrag auf der RETROseum Nintendo-Spieleliste. Bei uns waren die beiden Streifenhörnchen übrigens unter dem Namen „Chip & Chap – Die Ritter des Rechts“ bekannt.

Zahlen, Daten & Fakten …

Die interessanten Daten & Fakten, kann man sich am besten auf Wikipedia durchlesen. An dieser Stelle sollen ein paar Informationen gesammelt werden, die man so vielleicht noch nicht über das Spiel wusste. Los geht’s!

… und 5 nerdige Dinge, die du vielleicht noch nicht wusstest.

1# Den Zufall überlisten

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Chip ’n Dale – Rescue Rangers ist kein schweres Spiel. Aber viele Spieler haben es sich, aufgrund eines Bugs, unbewusst noch einfacher gemacht.

Es gibt einen RNG (random number generator), der dafür verantwortlich ist, dass die Angriffsmuster der Bosse variieren. Die sogenannten Patterns haben normalerweise ein Zufallselement, was besonders für die Richtung der Geschosse genutzt wird.

Der Bug sorgt dafür, dass genau dieser Generator für die Zufallszahlen deaktiviert wird. Wenn das Spiel den Titelbildschirm anzeigt und man abwartet, startet ein Demo-Mode, der einige Spielszenen zeigt. Wartet man n un erneut, dass der Demo-Modus wieder zurück zum Titelbildschirm wechselt und startet erst jetzt das Spiel, ist der RNG deaktiviert.

Das hat dramatische Auswirkungen auf die Bosskämpfe.

Gerade der finale Bosskampf gegen Fat Cat (bei uns eher bekannt als Al Katzone) ist ein Kinderspiel, da die Geschosse vollkommen vorhersehbar sind.

Im Screenshot sieht man übrigens den Bosskampf mit eingeschaltetem Zufallsgenerator.

Gut zu erkennen an der Zigarre von Al Katzone.

2# Erfolgreicher als der blaue Bomber

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Nach Duck Tales ist Chip ’n Dale bereits der zweite Disney-Titel, den Capcom auf die NES Konsole brachte.

Wie bereits bei Duck Tales war auch dieses Spiel ein finanzieller Erfolg.

Mit 1,2 Millionen verkauften Exemplaren war es zwei-erfolgreichste Spiel aus dem Disney Universum und damit sogar erfolgreicher als Mega Man III.

Übrigens, Duck Tales auf dem NES verkaufte sich auch besser als Mega Man II.

3# Neuveröffentlicht, aber ohne Remake

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Die Disney-Titel aus dem Hause Capcom waren erfolgreich und äußerst beliebt bei den Spielern.

2017 veröffentlichte Capcom die Sammlung „The Disney Afternoon Collection“ für die Plattformen PC, Playstation und XBox.

Darin enthalten sind die folgenden 8-Bit Klassiker:

  • Duck Tales
  • Chip ’n Dale Rescue Rangers
  • Tale Spin
  • Darkwing Duck
  • Duck Tales 2
  • Chip ’n Dale Rescue Rangers 2

Übrigens, für die Wiederveröffentlichung werden die normalen ROMs von damals verwendet. Allerdings werden diese nicht einfach mittels Emulator abgespielt.

Genutzt wird die Eclipse Engine von Digital Eclipse. Diese liest das Original ROM, dekompiliert es und führt es anschließend über die hauseigene Engine wieder aus. Dadurch können auch Komfortfunktionen wie das Zurückspulen realisiert werden.

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Viele Fans wünschen sich allerdings ein echtes 2D oder 2,5D Remake.

Inspirationen haben talentierte Künstler ins Netz gestellt.

Quelle: Simon S. Andersen – Twitter

4# Low-Tech

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Dass die Capcom Spiele aus dem Disney Universum mehrfach auf der Technik von Mega Man basieren, habe ich bereits beim Exponat 08: Duck Tales erzählt.

In der „Disney Afternoon Collection„, erlaubt Capcom noch ein paar Einblicke in das Making-of. Man muss sich dazu die Welt Ende der 80er/Anfang der 90er vorstellen. In der noch nicht alles digital in einer vollkommen vernetzten Welt übertragen wurde.

So erhielten die japanischen Entwickler von Disney USA handgezeichnete Skizzen in Papierform, die dann als Vorlage für die 2D Pixelmodelle genutzt wurden. Also analog zu digital, oldschool.

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In dem offiziellen TV-Spot zum Spiel gibt es dann wieder (gespieltes) High-Tech.

Der Spot mag heute befremdlich ausschauen, man muss ihn im Kontext seiner Zeit sehen. Er stammt aus 1990.

Hier sieht man Kinder das offizielle Spiel spielen, und zwar in einer Art High-Tech Labor unter den aufmerksamen Augen von Wissenschaftlern in weißen Kitteln.

5# New chipmunks on the block

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In einer offiziellen Print-Werbung von Capcom für das Spiel lautet die Überschrift: HANG TOUGH!

Was soll das bedeuten?

Vor allem sollte es wohl für die Kids der 90er cool klingen.

Die damals äußerst populäre Pop-Gruppe new kids on the block veröffentlichte erst eine Single mit dem Titel Hangin‘ tough und kurz darauf folgte das gleichnamige Album.

Sänger des Titels war übrigens Donnie Wahlberg, der ältere Bruder des Schauspielers Mark Wahlberg.

Verrückt, wie alles zusammen hängt.

Die Bewertung des Kurators

Ich mag das Spiel. Vermutlich liegt es an dem flotten Gameplay, der simplen Mechanik und es fühlt sich gut an.

Ich kann mir vorstellen, warum dieser Titel bei Speedrunnern so beliebt ist, auch wenn ich selbst keinen Spaß an Speed-Runs habe.

Ich mochte als Kind auch die TV-Serie und mit meinen eigenen Kids haben wir die Serie sogar noch mal nachgeholt. Die Disney-Formel und die knuffigen Charaktere sind eben zeitlos.

Die Figuren im Spiel sind allesamt gut getroffen und Fans erkennen diese sofort. Das Spiel selbst ist eher simpel. Die Mechaniken sind eingängig und Gegner und Level bieten zwar Abwechslung, aber leider wirklich wenig Überraschungen.

Auch die Bosskämpfe sind im Prinzip immer die gleichen. Finde den verwundbaren Punkt und werfe die rote Kugel darauf. Jetzt darf man dem Spiel diese Einfachheit nicht vorwerfen, denn schließlich waren es besonders die jüngeren Gamer, die als Zielgruppe galten. Daher auch der geringe Schwierigkeitsgrad.

Spaß gemacht hat es mir auf jeden Fall. Auch wenn es ein sehr kurzes Vergnügen war. Jetzt kein Speed-Run, aber in einer knappen Stunde ist man auch durch.

Besonders unspektakulär fand ich den finalen Bosskampf gegen Al Katzone. Hier steht man praktisch schon am Sweet-Spot und kann gar nicht getroffen werden. Und außer den Geschossen bewegt sich hier nichts. Erst bei der Recherche für diesen Artikel habe ich die Sache mit dem RNG (random number generator) herausgefunden.

Wie zuvor erwähnt, den Schwierigkeitsgrad möchte ich dem Spiel nicht negativ anheften, aber die Inszenierung hätte hier auf jeden Fall aufregender sein können.

Dennoch, grafisch und auch musikalisch ein schönes NES-Spiel, welches mir Freude gemacht hat.

– Der Kurator –
RETROseum Siegel
Das RETROseum Rating

Spielspaß

Schwierigkeitsgrad

Spielmechaniken

Design (gesamt)

Bewertung: 3 von 5.

Bewertung: 0.5 von 5.

Bewertung: 2 von 5.

Bewertung: 3.5 von 5.

Seht hier, wie sich Chip ’n Dale im RETROseum-Ranking schlägt.

Chip ’n Dale – Let’s play als Aufzeichnung

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